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Museum bleibt am 5.7.2020 geschlossen!

Aufgrund der aktuellen Lage bleibt das Brachttal-Museum leider auch am 5. Juli 2020 geschlossen.

Floh- und Sammler-Markt
auf dem Außengelände/im Museumshof
des Brachttal-Museums

Sonntag, 7. Juni 2020 von 10 bis 17 Uhr
Verschoben auf Herbst 2020

Leider müssen wir auch unseren für den 7. Juni 2020 geplanten Floh- und Sammlermarkt aufgrund der COVID-19-Situation verschieben. Einen konkreten Termin können wir noch nicht angeben, jedoch müssen wir derzeit davon ausgehen, dass die Gemeinde Brachttal bis mindestens August 2020 keine gaststättenrechtlichen Genehmigungen erteilt.

Unterstützt uns …

…und meldet Euch trotzdem schonmal für den bisher nicht feststehenden Termin an. Ihr erleichtert uns damit die Arbeit, falls die Veranstaltung kurzfristig stattfinden kann.

Anmeldungen unter info [at] brachttal-museum.de

Vielen Dank!

Unsere Bücher zur Wächtersbacher Steingutfabrik sind natürlich trotzdem weiterhin erhältlich. Schreibt uns einfach eine E-Mail.
Sobald Buchhandlungen wieder öffnen dürfen auch wie gewohnt in jeder Buchhandlung innerhalb Deutschlands – ausgenommen Amazon.

Vortrag: Die Brüder Grimm

Aus dem Kinzigtal in die Welt

Am Freitag, dem 20. April 2018, um 20 Uhr, hält Margot Dernesch aus Steinau im Feuerwehrgerätehaus in Brachttal-Schlierbach auf Einladung des Museums- und Geschichtsvereins Brachttal e. V. einen Vortrag mit dem Titel „Die Brüder Grimm – Aus dem Kinzigtal in die Welt“.

Margot Dernesch ist ausgebildete Märchenerzählerin, Gästeführerin, Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft und Gründungsmitglied des Märchenkreises Bergwinkel. Ihre Erzählausbildung absolvierte sie bei Elfriede Kleinhans (Kulturpreisträgerin des Main-Kinzig-Kreises).

Der Name „Grimm“ ist weltweit ein Begriff. Wer kennt sie nicht die beiden Brüder: Jacob und Wilhelm, das berühmte Brüderpaar, das durch die Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ unsterblich geworden ist. Nur wenigen ist bewusst, dass die Familie Grimm ihre Wurzeln im Raum an Main und Kinzig hat. Ihr Stammbaum lässt sich hier bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Geboren in Hanau, aufgewachsen in Steinau an der Straße, stehen noch vier weitere Städte mit den beiden Brüdern in enger Verbindung und dürfen sich zu Recht „Brüder-Grimm-Stadt“ nennen. Neben Marburg, wo sie an der Universität das Studium der Rechtswissenschaften absolvierten, nimmt Kassel eine bedeutende Rolle ein. Ihre Zeit dort beschrieben die beiden Brüder als die „arbeitsamste und vielleicht die fruchtbarste Zeit“ ihres Lebens. Nicht nur die Märchen wurden hier von Jacob und Wilhelm Grimm zusammengetragen, auch zahlreiche weitere Werke wie die „Deutsche Grammatik“ oder das „Deutsche Wörterbuch“ haben von Kassel aus ihren Weg genommen. Diese Werke sind bis heute Meilensteine der Deutschen Sprachwissenschaft. Jacob und Wilhelm Grimm zählen als Gründungsväter der Germanistik. Mit Professuren belegt, folgten sie dem Ruf nach Göttingen an die Universität, wo sie allerdings nach dem spektakulären Protest gegen den amtierenden König Ernst August von Hannover des Landes verwiesen wurden. Bis heute zählen sie zu den „Göttinger Sieben“, die den Mut hatten, gegen bestehendes Unrecht anzugehen. In Berlin, die letzte Lebensstation der beiden Gelehrten, hatten sie ihr wissenschaftliches Betätigungsfeld an der Preußischen Akademie der Wissenschaften so wie an der Berliner Universität. Ihre letzte Ruhe fanden sie auf dem Schöneberger St.-Matthäus-Friedhof. Der Vortrag „Die Brüder Grimm – Aus dem Kinzigtal in die Welt“ wird das bewegte Leben der Brüder Grimm in den Focus nehmen. Auch wenn die Märchen nicht im Vordergrund stehen, werden sie ganz im Sinne der Märchensammler an entsprechender Stelle mit einfließen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.